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EINLEITUNG
2
Vgl. NZFH (Hrsg.) (2014):
Empfehlungen zu
Qualitäts kriterien für
Netzwerke Früher Hilfen.
Beitrag des NZFH-Beirats.
Kompakt 2. Köln.
3
Vgl. NZFH (Hrsg.) (2014):
Leitbild Frühe Hilfen.
Beitrag des NZFH-Beirats.
Kompakt 1. Köln.
4
Vgl. NZFH (Hrsg.) (2014):
Bundesinitiative Frühe
Hilfen. Zwischenbericht
2014. Köln. S. 36 ff.
Gute und nachhaltige Netzwerkarbeit ist daher konstitutiv für effektive lokale Systeme der Frühen
Hilfen. Netzwerke haben die Aufgabe, den fachlichen Austausch zu organisieren und die Zusammen-
arbeit zu sichern. Sie bilden die Basis für eine stete Verbesserung sowie Planung und Koordination
einer bedarfsgerechten Angebotsstruktur. Wichtige Voraussetzung ist die gemeinsame Erarbeitung ge-
regelter Verfahren zur fallübergreifenden, aber auch familienbezogenen Zusammenarbeit, verknüpft
mit der beständigen Weiterentwicklung und Aushandlung eines gemeinsamen Fachverständnisses,
auch mit Blick auf die Zusammenarbeit mit den Familien.
2
Frühe Hilfen sind jedoch mehr als ein Schnittstellen- bzw. Schnittmengenthema verschiedener Sozi-
algesetzbücher. Sie entwickeln sich zu einem eigenständigen Versorgungselement, das bereits beste-
hende Leistungen für Familien ressourcenschonend bündelt und innovative Unterstützungsformen
entwickelt, um auf diese Weise den unterschiedlichen Bedarfen der Familien Rechnung zu tragen.
Besondere Bedeutung kommt dabei der aufsuchenden Begleitung von Familien in belastenden Le-
benslagen durch Familienhebammen und vergleichbare Gesundheitsfachkräfte zu.
Die im Jahr 2009 vom wissenschaftlichen Beirat des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen veröffentlich-
te »Begriffsbestimmung Frühe Hilfen« beschrieb die Breite und Komplexität des zu diesem Zeitpunkt
noch relativ neuen Handlungsfeldes. Seither haben sich die Frühen Hilfen dynamisch weiterentwi-
ckelt, insbesondere seit Inkrafttreten des Bundeskinderschutzgesetzes (BKiSchG) und der darin ent-
haltenen Bundesinitiative Frühe Hilfen. Das 2014 vom NZFH-Beirat verabschiedete »Leitbild Frü-
he Hilfen« trägt diesen Entwicklungen Rechnung. Es präzisiert die Begriffsbestimmung von Frühen
Hilfen und thematisiert vor allem Fragen der professionellen Haltung in der Zusammenarbeit mit
Müttern, Vätern und Kindern in den Frühen Hilfen. Betont werden insbesondere Freiwilligkeit, Wert-
schätzung, Ressourcenorientierung und Kompetenzförderung.
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Aktuelle Befunde aus der Begleitforschung zur Bundesinitiative Frühe Hilfen
Die Bundesinitiative Frühe Hilfen wird wissenschaftlich begleitet. Die Begleitforschung widmet sich
zum einen der Situation von Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern bis zur Vollendung des drit-
ten Lebensjahres und ihren spezifischen Unterstützungsbedarfen (Prävalenz- und Versorgungsfor-
schung). Zum anderen steht der Aufbau von vernetzten Angebotsstrukturen im Bereich Frühe Hilfen
(Dokumentation und Evaluation der BIFH) und der Verbreitung, Ausgestaltung und Wirksamkeit von
niedrigschwelligen Unterstützungsleistungen, insbesondere von Familienhebammen und Fa milien-
Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen und -pflegern (Interventionsforschung) im Vorder-
grund. Im Zwischenbericht zur Bundesinitiative Frühe Hilfen wurde das Forschungsprogramm
skizziert und es wurde über die zentralen Ergebnisse berichtet.
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Die seit dem Zwischenbericht erar-
beiteten vorläufigen Auswertungen liefern jedoch bereits zentrale Befunde für die Formulierung der
nachfolgenden Empfehlungen:
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